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Anleger

Family Offices schätzen Direktbeteiligungen

In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es derzeit rund 1.200 Single Family Offices. Eine Berenberg-Analyse widmet sich ihren Strukturen und Strategien.

Während die Vermögen von Versicherungen und Altersvorsorgeeinrichtungen der Demographie geschuldet stagnieren und schrumpfen, ist eine zumindest semi-institutionelle Anlegergruppe auf Wachstumskurs: Family Offices. Etwas Licht in diese eher im Verborgenen agierende Anlegergruppe brachte im November 2025 eine Publikation von Berenberg.

Laut dieser darf man derzeit von 1.200 Single Family Offices in der DACH-Region ausgehen. Davon seien etwa 600 bis 700 in Deutschland ansässig. Das zu verwaltende Vermögen, die Anzahl der Mitarbeitenden sowie die Einbindung und Zahl der zu betreuenden Familienmitglieder variiere erheblich. Für die letztendliche Struktur eines Single Family Offices ist, so informiert Berenberg, die Höhe des zu verwaltenden Vermögens oft nachrangig. Maßgeblich sei vielmehr die übergeordnete Familien- und Gesamtvermögensstrategie, die Asset-Klassen-Strategie sowie die Art und Weise der Strategieumsetzung. Diese bestimmen in ihrer Gesamtheit die spezifische Form der Vermögenssteuerung und somit auch die Struktur eines Single Family Offices. Das mache jedes Single Family Office in hohem Maße individuell und nur schwer mit anderen Single Family Offices vergleichbar. Dennis Nacken, Head of Single Family Office Investment Advisory bei Berenberg, beschreibt Single Family Offices wie folgt: „Individuell, vertrauensvoll, unternehmerisch denkend und diskret – kennst du ein Single Family Office, kennst du genau eins.“