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Family Offices

Ernstfall Erbfall

Das Ableben des Vermögensinhabers ist auch für Verwalter eine „existenzielle Bedrohung“. Beziehungsmanagement trägt zur Vermögensbindung bei.

Der Todesfall des Vermögensinhaber kann auch für den Vermögensverwalter sehr schmerzlich sein. Im „Great Wealth Transfer Report“, für den Natixis IM 2.700 Berater weltweit befragte, gibt nämlich ein Drittel an, dass sie aufgrund des Generationswechsels erhebliche Vermögenswerte verloren haben. 46 Prozent der Berater sehen im Generationswechsel eine „existenzielle Bedrohung“ für ihr Geschäft.

Wie die Berater berichten, behalten sie Vermögensverwaltung und Fees nur in der Hälfte der Fälle, wenn die nächste Generation ans Ruder kommt. Besser sieht es für die Vermögensverwalter aus, wenn jüngere Generationen erben. Während die mit einem Alter zwischen 62 und 82 Jahren dem Erblasser am nächsten stehende Babyboomer in zwei Drittel der Fälle einen neuen Verwalter bevorzugen oder das Vermögen sogar schon verlagert haben, halten jüngere Anleger eher am bisherigen Kurs fest. 48 Prozent der Anleger der Generation X (Alter 46 bis 62) geben an, dass sie ihr Vermögen dort belassen werden, wo es ist, und bei den Millennials ist die Wahrscheinlichkeit ebenso hoch.

In gerade einmal acht Prozent der Fälle erfolgt der Verwalterwechsel aus Gründen der Performance. Immerhin 25 Prozent der Kunden strebt einen Wechsel an, weil man keine Beziehung zu dem Berater habe. Dem entspricht, dass laut 76 Prozent der befragten Berater die beste Strategie zur Vermögensbindung der Aufbau langfristiger Beziehungen innerhalb der Familie ist. Auch das Eingehen auf unterschiedliche Präferenzen und Risikoprofile zwischen den Babyboomern und den Erbengenerationen spiele eine Rolle.

Den gesamten Studienbericht im englischen Original finden Sie hier.